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Service-Tipps

Klimaservice: Damit es im Auto immer schön cool bleibt

Damit die Klimaanlage an heißen Tagen ordentlich arbeitet, verlangt sie ab und zu nach etwas Aufmerksamkeit. Alle zwei bis drei Jahre freut sie sich über einen Klimaservice in der Fachwerkstatt.

Wird die Klimaanlage regelmäßig gewartet, bleibt es im Auto auch im Hochsommer immer schön cool. Foto: Nikolaos Radis

Wird die Klimaanlage regelmäßig gewartet, bleibt es im Auto auch im Hochsommer immer schön cool. Foto: Nikolaos Radis

Ein bisschen Schwund ist bekanntlich immer. Beim Kältemittel in der Autoklimaanlage liegt der bei rund zehn Prozent pro Jahr. Sie sollte deshalb regelmäßig gewartet werden. Das geschieht mit einem Servicegerät. Für die Prüfung schließt der Fachmann in der Werkstatt zwei Schläuche an den Klimaanlagen-Kreislauf an – ­ einen an der Niederdruck- und einen an der Hochdruck-Seite. Im Idealfall zeigt der Druckmesser ein ausgeglichenes Ergebnis an. Um jedoch festzustellen, ob noch genug Kältemittel in der Anlage ist, muss es zudem abgepumpt und gewogen werden.

Dichtigkeit prüfen
Schließlich erzeugt das Servicegerät in der Klimaanlage für zehn Minuten ein Vakuum, um auch den letzten Rest des Kältemittels noch zu erwischen. Ist alles draußen, prüft es die Dichtigkeit der Anlage. Sollte sie ein Leck haben, darf sie nicht wieder befüllt werden. So sieht es der Gesetzgeber vor, und entsprechend ist das Servicegerät programmiert. Schließlich darf das Kältemittel nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Ist alles dicht, kann das abgepumpte und im Servicegerät gefiltert Kältemittel wieder in die Anlage zurückgepumpt werden. Was fehlt, wird aufgefüllt. Dazu gibt es noch ein wenig Öl.

Kältemittel diffundiert
Denn neben dem Kältemittel befindet sich in der Anlage auch Öl. Deshalb ist es wichtig, dass das ganze Gemisch regelmäßig zirkuliert. Wenn der Kompressor nicht ordentlich geschmiert wird, frisst sich der Kolben fest­ – analog zum Automotor. Während die Batterie im Winter bei Eiseskälte gerne mal schlapp macht, kann die Klimaanlage im Hochsommer bei hohen Temperaturen die Flügel strecken. Dann nämlich, wenn sie Höchstleistung bringen muss, aber nicht mehr genug Kältemittel drin ist. Aber wo geht das Mittel denn hin? Es handelt sich schließlich um einen geschlossenen Kreislauf. Tatsächlich diffundieren über Schläuche, Dichtungen und Anschlüsse kontinuierlich kleine Mengen. Da kommt im Laufe der Jahre eine ordentlicher „Fehlbetrag“ zusammen.

Lohnende Investition
Etwa eine Stunde dauert der Klimaservice. Dafür muss man im Schnitt mit rund 150 Euro rechnen – ­ je nach Menge und Art des Kältemittels. Unterm Strich rechnet sich der Werkstattbesuch allemal. Denn läuft die Anlage trocken, weil nicht mehr genug Kältemittel drin ist, geht sie kaputt. Dann wird es richtig teuer.

Tipp: Eine Klimaanlage gehört zu den wenigen Dingen, die verschleißen, wenn sie nicht laufen. Selbst im Winter sollte sie deshalb hin und wieder für kurze Zeit eingeschaltet werden. Auch wenn sie sich bei einer Außentemperatur von fünf Grad Celsius oder weniger schnell wieder abschaltet – der Klima-Kreislauf kommt in Schwung. Gegen beschlagene Scheiben hilft das außerdem.

Fachmännische Desinfektion
Die kleine Schwester der Klimawartung ist übrigens der Klimacheck. Dabei wird der Innenraumfilter gewechselt. Und wenn es im Auto nach nassem Hund riecht, muss das nicht zwingend am Vierbeiner im Kofferraum liegen. In einer Klimaanlage, die nach dem gleichen Prinzip wie ein Kühlschrank funktioniert, kondensiert die Luftfeuchtigkeit. Der Luftschacht wird zum Paradies für Pilzsporen, Bakterien und sogar Algen. Sogenannte Mykotoxine könne sogar die Gesundheit gefährden. Da hilft dann nur eine fachmännische Desinfektion der Anlage in der Werkstatt.